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Informationen zu der algerischen Metropole Constantine


Constantine, dessen arabischer Name Quacentina lautet, ist heute die drittgrößte Stadt Algeriens und Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks. Die seit der Antike bestehende Stadt weißt in den letzten Jahren ein exorbitantes Wachstum auf. Für Freunde des Altertums ist ein Besuch dieses Ortes unerlässlich.

Die im Osten Algeriens gelegene Stadt Constantine ist nur über Brücken zu erreichen, da es auf einem Plateau errichtet wurde, das vom Flusstal des Rhumel umgeben ist. In dieser kargen Gebirgslandschaft erscheint Constantine wie eine Oase der Zivilisation.

Constantine war aufgrund dieser strategische Lage und der ökonomischen Rentabilität in jeder Epoche umkämpft gewesen. Einst siedelten in der Epoche der Karthager die Numider im damals schon bedeutenden Constantine. Sie wurde jedoch bald durch Kriege verdrängt. Die verschiedenartigsten Mächte versuchten hier zu siedeln. Jedoch gelang keiner bis in die Moderne, Constantine langfristig einzunehmen.

Seit 1962 ist die Stadt erst ein Teil des unabhängigen Algeriens. Constantine ist durch diese ständigen Machtwechsel zu einem wahren Paradies an verschiedenen Kultureinflüssen und Sehenswürdigkeiten geworden. Gaius Iulius Caeser vermachte Publius Sittius Nucerinus, einem wohlgesonnenen Verbündeten, die gesamte Stadt, welches zu diesem Zeitpunkt Cirta hieß. Mit dem Status als besondere Kolonie wurden den Einwohnern römische Bürgerrechte zuteil. Trotzdem war auch diese Vorherrschaft nicht von langer Dauer. Die Stadt verfiel nach dem Zusammenbruch des römischen Reiches bis 312 n. Chr. Kaiser Konstantin, der Große, welcher den Namen der Stadt dadurch prägte, dass er den großräumigen Neuaufbau anordnete. Bei dieser Restaurierung der Stadt ließ er sich zum Beispiel ein prachtvolles Ferienhaus und eine Statue zu seinen Ehren errichten. Die antike Ruine des römischen Aquäduktes ist bis in die Gegenwart erhalten geblieben.

Daneben gibt es noch andere unerlässliche Sehenswürdigkeiten auf der Landkarte Constantines, wie zum Beispiel das Gustave Mercier Museum, die Ben-Badis-Moschee, den Ahmed Bey-Palast und die Altstadt, welche allgemein in der algerischen Sprache Kasbah genannt wird.

Constantine ist neben Algier eine Hochburg der Bildung in Algerien. Zu Seiten einer islamischen Hochschule und einer Universität sind Bibliotheken und mehrere Fachschulen in der Stadt ansässig.

Abgesehen davon ist Constantine neben Algier eine weitere wirtschaftliche Hochburg von Algerien. Hier ist die Lebensmittel-, Zement- und Metallindustrie angesiedelt. Der Grund hierfür ist, dass die Stadt, ähnlich wie in Algier, einen Verkehrsknotenpunkt bildet. Von hieraus ist das gesamte Land per Fernstraße zu erreichen, was außerdem ein strategischer Faktor bei den Modernisierungsbemühungen der Staatsregierung ist. Zum Thema Reisen nach Algerien finden Sie hier noch weitere Informationen.

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